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Aluminium – Steckbrief

Symbol
Al
Ordnungszahl
13
Atommasse
26,982 u
Periode
3
Gruppe
13
Kategorie
Metall
Elektronenkonfiguration
[Ne] 3s² 3p¹
Elektronegativität
1,61
Atomradius
118 pm
Valenzelektronen
3
Aggregatzustand (Standardbedingungen)
fest
Schmelzpunkt
660,29 °C
Siedepunkt
2519 °C
Dichte
2,7 g/cm³
Entdeckt
seit dem Altertum bekannt

Aluminium ist ein silbrig-weißes Leichtmetall mit der Ordnungszahl 13. Es ist das häufigste Metall der Erdkruste und nach Eisen das meistgenutzte Metall überhaupt. Obwohl Aluminium ein unedles, reaktionsfreudiges Metall ist, hält es an der Luft jahrzehntelang, denn eine hauchdünne Oxidschicht schützt es. Aus Aluminium bestehen Getränkedosen, Alufolie, Fensterrahmen und große Teile von Flugzeugen.

Stellung im Periodensystem

Zum ganzen Periodensystem

Vorkommen und Gewinnung

In der Erdkruste ist Aluminium nach Sauerstoff und Silicium das dritthäufigste Element. Gediegen kommt es praktisch nicht vor, sondern gebunden in Feldspäten, Glimmern und Tonmineralen. Wirtschaftlich wichtig ist allein Bauxit, ein rötliches Gestein aus Aluminiumhydroxiden, das vor allem in tropischen Gebieten durch Verwitterung entsteht. Große Lagerstätten liegen in Australien, Guinea und Brasilien.

Die Gewinnung verläuft in zwei Stufen. Im Bayer-Verfahren wird Bauxit mit Natronlauge aufgeschlossen; das Aluminium geht in Lösung, Eisenoxide bleiben als Rotschlamm zurück. Aus der Lösung fällt Aluminiumhydroxid aus, das durch Erhitzen zu reinem Aluminiumoxid wird. Dieses Oxid schmilzt erst bei sehr hoher Temperatur und wird deshalb in geschmolzenem Kryolith gelöst. In der Schmelzflusselektrolyse nach Hall und Héroult scheidet sich an der Kathode flüssiges Aluminium ab, während die Kohleanoden mit dem Sauerstoff zu Kohlenstoffdioxid verbrennen. Das Verfahren braucht große Mengen elektrischer Energie, weshalb Hütten oft an Wasserkraftwerken stehen. Verbindungen wie der Alaun, ein Aluminiumsalz, waren schon im Altertum als Beizmittel beim Färben bekannt. Das Metall selbst isolierten erst Hans Christian Ørsted und Friedrich Wöhler im neunzehnten Jahrhundert, und lange war Aluminium kostbarer als Silber.

Eigenschaften und Reaktionen

Aluminium hat die Elektronenkonfiguration [Ne] 3s² 3p¹ und drei Valenzelektronen. Es steht in Periode 3 und Gruppe 13. In Verbindungen gibt es alle drei Valenzelektronen ab und hat die Oxidationsstufe plus drei. Die Elektronegativität beträgt 1,61.

Mit einer Dichte von 2,7 g/cm³ wiegt Aluminium nur etwa ein Drittel so viel wie Stahl gleichen Volumens. Es schmilzt bei 660,29 °C und siedet bei 2519 °C. Das Metall ist weich, gut verformbar und lässt sich zu hauchdünner Folie walzen. Es leitet Wärme und elektrischen Strom sehr gut und ist nicht magnetisch.

Chemisch ist Aluminium unedel und reagiert eigentlich heftig mit Sauerstoff. An der Luft bildet sich jedoch sofort eine dichte, festhaftende Schicht aus Aluminiumoxid, die nur wenige Nanometer dick ist und das Metall darunter vor weiterer Oxidation schützt. Diesen Schutz nennt man Passivierung. Beim Eloxieren wird die Oxidschicht elektrochemisch verstärkt und kann auch eingefärbt werden. Starke Säuren und vor allem Laugen lösen die Schutzschicht auf; dann reagiert Aluminium unter Bildung von Wasserstoff. Weil Aluminium und sein Hydroxid sowohl mit Säuren als auch mit Laugen reagieren, bezeichnet man sie als amphoter. Seine hohe Affinität zu Sauerstoff zeigt die Thermitreaktion, bei der Aluminium Eisenoxid zu flüssigem Eisen reduziert; damit werden Eisenbahnschienen verschweißt.

Verwendung in Alltag und Technik

Leicht, korrosionsbeständig und gut formbar: Diese Kombination macht Aluminium zum Werkstoff für Fahrzeuge, Flugzeuge und Gebäude. In Autos senken Karosserieteile, Felgen und Motorblöcke aus Aluminium das Gewicht und damit den Verbrauch. Die Rümpfe der meisten Verkehrsflugzeuge bestehen größtenteils aus Aluminiumlegierungen. Am Bau finden sich Fensterrahmen, Fassaden und Dachbleche. Weil Aluminium Strom gut leitet und leicht ist, bestehen Hochspannungsfreileitungen meist aus Aluminiumseilen mit Stahlkern. Kühlkörper in Computern und Leuchten nutzen die gute Wärmeleitung.

Im Haushalt begegnen dir Alufolie, Getränkedosen, Kaffeekapseln und Kochgeschirr. Aluminiumverbindungen sind ebenfalls verbreitet: Aluminiumoxid ist als Korund ein Schleifmittel, und Rubin und Saphir sind Korundkristalle mit Spuren anderer Metalle. Aluminiumsulfat hilft in Wasserwerken, Schwebstoffe auszuflocken.

Ein großer Vorteil ist das Recycling. Aluminium lässt sich beliebig oft einschmelzen, ohne an Qualität zu verlieren, und das Umschmelzen braucht nur etwa ein Zwanzigstel der Energie, die die Herstellung aus Bauxit erfordert. Ein großer Teil des jemals erzeugten Aluminiums ist deshalb bis heute in Gebrauch.

Moleküle mit diesem Element

  • Aluminiumphosphid AlP
  • Aluminiumoxidhydroxid AlO(OH)
  • Aluminiumhydroxid Al(OH)3

Kurz gefragt

Welches der Elemente zeigt den staerksten metallischen Charakter?

Häufige Fragen

Warum rostet Aluminium nicht?

Rost ist ein poröses Eisenoxid, das abblättert und das Eisen darunter freilegt. Aluminium bildet dagegen an der Luft eine dichte, festhaftende Oxidschicht, die das Metall verschließt und weitere Korrosion verhindert. In stark sauren oder alkalischen Umgebungen oder in Kontakt mit edleren Metallen kann Aluminium trotzdem angegriffen werden.

Wie wird Aluminium hergestellt?

Aus Bauxit wird im Bayer-Verfahren reines Aluminiumoxid gewonnen. Dieses wird in geschmolzenem Kryolith gelöst und durch Schmelzflusselektrolyse zu Aluminium reduziert. Der Prozess braucht sehr viel Strom, deshalb ist das Recycling von Aluminium besonders lohnend.

Warum lohnt sich Aluminiumrecycling?

Altaluminium lässt sich ohne Qualitätsverlust immer wieder einschmelzen. Dafür braucht man nur einen kleinen Bruchteil der Energie, die die Herstellung aus Bauxit erfordert, und es fallen weder Rotschlamm noch Abgase aus der Elektrolyse an. Getränkedosen und Alufolie gehören deshalb in die Wertstoffsammlung.