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Magnesium – Steckbrief

Symbol
Mg
Ordnungszahl
12
Atommasse
24,305 u
Periode
3
Gruppe
2
Kategorie
Erdalkalimetall
Elektronenkonfiguration
[Ne] 3s²
Elektronegativität
1,31
Atomradius
145 pm
Valenzelektronen
2
Aggregatzustand (Standardbedingungen)
fest
Schmelzpunkt
650 °C
Siedepunkt
1090 °C
Dichte
1,74 g/cm³
Entdeckt
1808

Magnesium ist ein silbrig-graues Leichtmetall mit der Ordnungszahl 12. Es ist deutlich leichter als Aluminium und wird deshalb im Leichtbau geschätzt. Bekannt ist es auch für seine grell weiße Flamme. Für Lebewesen ist Magnesium unverzichtbar: Es sitzt als Zentralatom im Chlorophyll der Pflanzen und ist im menschlichen Körper an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Stellung im Periodensystem

Zum ganzen Periodensystem

Vorkommen und Gewinnung

Magnesium gehört zu den zehn häufigsten Elementen der Erdkruste. Als unedles Metall kommt es nur in Verbindungen vor, vor allem in Dolomit, einem Calcium-Magnesium-Carbonat, im Magnesit, einem Magnesiumcarbonat, sowie in Silicaten wie Olivin und Talk. Ganze Gebirge wie die Dolomiten bestehen überwiegend aus Dolomitgestein. Auch das Meer ist eine große Quelle: Magnesium-Ionen sind nach Natrium-Ionen die häufigsten Metall-Ionen im Meerwasser, und Salzlagerstätten enthalten Magnesiumchlorid und Magnesiumsulfat.

Die meiste Menge entsteht heute im Pidgeon-Verfahren. Dabei wird gebrannter Dolomit mit Ferrosilicium im Vakuum stark erhitzt; Silicium reduziert das Magnesiumoxid, und Magnesium verdampft und kondensiert an einer kühlen Stelle. Daneben gewinnt man Magnesium durch Schmelzflusselektrolyse von Magnesiumchlorid, das aus Meerwasser oder Salzsolen stammt. Als Element erkannt wurde Magnesium im achtzehnten Jahrhundert, erstmals isoliert hat es Humphry Davy im Jahr 1808 durch Elektrolyse, allerdings nur in unreiner Form; reines Magnesium stellte Antoine Bussy zwei Jahrzehnte später dar. Der Name geht auf die Landschaft Magnesia in Griechenland zurück, aus der magnesiumhaltige Minerale bekannt waren.

Eigenschaften und Reaktionen

Magnesium hat die Elektronenkonfiguration [Ne] 3s² und zwei Valenzelektronen. Es steht in Periode 3 und Gruppe 2 bei den Erdalkalimetallen. Gibt das Atom beide Valenzelektronen ab, entsteht das zweifach positive Magnesium-Ion mit der Elektronenkonfiguration des Neons. Die Elektronegativität beträgt 1,31.

Mit einer Dichte von 1,74 g/cm³ ist Magnesium das leichteste Metall, das in großem Umfang als Werkstoff dient. Der Schmelzpunkt liegt bei 650 °C, der Siedepunkt bei 1090 °C. An der Luft überzieht sich das Metall mit einer dünnen Oxidschicht, die es mattgrau erscheinen lässt und den weiteren Angriff verlangsamt; sie ist allerdings weniger dicht als die Oxidschicht des Aluminiums. Mit kaltem Wasser reagiert kompaktes Magnesium kaum, mit heißem Wasser und mit Säuren aber unter Bildung von Wasserstoff. Einmal entzündet, verbrennt Magnesium mit blendend weißem Licht zu Magnesiumoxid; dabei entstehen sehr hohe Temperaturen und viel ultraviolettes Licht, das die Augen schädigen kann. Brennendes Magnesium reagiert sogar mit Wasser und mit Kohlenstoffdioxid weiter. Ein Magnesiumbrand lässt sich deshalb nicht mit Wasser löschen, weil dabei Wasserstoff entsteht, der den Brand heftig verstärkt. Geeignet sind trockener Sand oder spezielles Metallbrand-Löschpulver.

In der Biologie ist Magnesium unentbehrlich. Im Chlorophyll sitzt ein Magnesium-Ion als Zentralatom in der Mitte des ringförmigen Moleküls, das Licht für die Photosynthese einfängt. Viele Enzyme brauchen Magnesium-Ionen, unter anderem für Reaktionen mit dem Energieträger ATP.

Verwendung in Alltag und Technik

Der größte Teil des Magnesiums landet in Aluminiumlegierungen, denen es Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit verleiht, zum Beispiel im Blech von Getränkedosen. Magnesiumlegierungen selbst werden dort eingesetzt, wo jedes Gramm zählt: in Getriebegehäusen und Lenkrädern von Autos, in Gehäusen von Laptops und Kameras, in Fahrradteilen und in der Luftfahrt. In der Metallurgie entschwefelt Magnesium Roheisen und dient als Reduktionsmittel bei der Gewinnung von Titan. Als Opferanode schützt ein Magnesiumstab Warmwasserspeicher und Bootsrümpfe vor Rost, weil er sich anstelle des Stahls auflöst.

Das helle Licht brennenden Magnesiums nutzen Signalfackeln und Feuerwerk; früher diente Magnesiumpulver als Blitzlicht in der Fotografie. Magnesiumverbindungen sind im Alltag weit verbreitet. Magnesiumoxid ist ein hitzebeständiger Baustoff für Öfen, Magnesiumhydroxid bindet überschüssige Magensäure, und Magnesiumsulfat ist als Bittersalz bekannt. Magnesiumcarbonat trocknet als Magnesia die Hände von Turnern und Kletterern. Mit der Nahrung nehmen wir Magnesium vor allem aus Nüssen, Vollkornprodukten und grünem Gemüse auf, dessen grüne Farbe vom Chlorophyll stammt.

Moleküle mit diesem Element

  • Magnesiumoxid MgO
  • Magnesiumhydroxid Mg(OH)2
  • Magnesiumchlorid MgCl2

Kurz gefragt

Wie viele besetzte Elektronenschalen hat Magnesium (Mg) im Grundzustand?

Häufige Fragen

Warum kann man brennendes Magnesium nicht mit Wasser löschen?

Brennendes Magnesium ist so heiß, dass es dem Wasser den Sauerstoff entreißt. Dabei entsteht Wasserstoff, der sofort mitbrennt oder explosionsartig verpufft, und der Brand wird stärker statt schwächer. Auch Kohlenstoffdioxid-Löscher versagen. Magnesiumbrände werden mit trockenem Sand oder Metallbrand-Löschpulver erstickt.

Wofür braucht der Körper Magnesium?

Magnesium-Ionen sind an Hunderten von Enzymreaktionen beteiligt, etwa bei der Energiegewinnung, und wirken bei der Erregung von Muskeln und Nerven mit. Ein großer Teil des Magnesiums im Körper ist in den Knochen gespeichert. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Nüssen, Vollkorn und Gemüse deckt den Bedarf in der Regel.

Warum brennt Magnesium so hell?

Bei der Verbrennung von Magnesium wird sehr viel Energie frei, und das entstehende Magnesiumoxid verdampft nicht, sondern glüht als feiner fester Rauch. Diese weißglühenden Teilchen strahlen ein helles, fast weißes Licht mit hohem Ultraviolettanteil aus.